Spiritus est, qui vivicat. Joh 6,63                 Holzpellets Im Jahr 2006 wurde die bisherige Heizanlage, bestehend aus Ölkessel und Feststoffkessel, durch eine Pelletsanlage ersetzt. Der Kessel Modell Hargassner HSV 22 besitzt ( als einziger mir bekannter Pelletskessel) eine schamottumkleidete Brennkammer. Die Leistung moduliert zwischen 6 und 22 kW Heizleistung. Die Schamottauskleidung hat den Vorteil, dass der Kessel in einer Ruhephase auf Gluterhaltung geht und selbst nach einigen Stunden, wenn wieder Wärme angefordert wird und Pellets gefördert werden, aus der Glut heraus gezündet wird. Es entfällt also meist die stromintensive Zündung durch das Zündgebläse. Die Ascheentleerung ist ca. alle 4 Wochen notwendig, eine gesamte Kesselreinigung 2 bis 4 mal jährlich. Ein Nachteil ist, dass der Kessel, vermutlich wegen der oft stundenlangen Gluterhaltung, dazu neigt viel Flugasche zu bilden die sich dann in der Nachbrennkammer des Kessels und im Rauchrohr ansammelt. Deshalb die mehrmalige Kesselreinigung pro Jahr. Die Pelletslagerung erfolgt in einem Pellets- Silo GWT 250 der effektiv etwa 7 t Pellets fasst. Über eine Förderschnecke und ein Sauggebläse werden die Pellets aus dem Silo in den Vorratstank des Kessels befördert. Im Idealfall funktioniert dies gut. Das Problem bei der Pelletsförderung ist der Staubanteil bei den Pellets. Der Staub entsteht vorwiegend durch den Abrieb beim Einblasen der Pellets aus dem LKW bzw sind sie im LKW-Lagertank schon vorhanden. Der Staub im Silo hat zur Folge dass die Pellets manchmal nicht genügend nachrutschen und die Förderschnecke sich leer dreht. Dies hat zur Folge, dass die Heizung auf Störung geht und abschaltet. Durch manuelles Betätigen der Förderschnecke bzw durch Entfernen des Staubes aus dem Bereich der Schnecke kann die Störung behoben werden. Seit einem Jahr bieten die Pelletslieferanten ein verbessertes Einblasverfahren an, bei dem der Abrieb durch Einsprühen eines Ölfilms in die Förderschläuche zum Silo reduziert werden soll. Dies bringt auf jeden Fall eine Verbesserung, beseitigt aber das Problem nicht, wie die vergangene Heizperiode zeigt.